Zum Weltkulturerbe erhobene historische Stätten, türkische Baudenkmäler, kirchliche Bauten und Traditionen, das Erbe der berühmten Zsolnay-Familie und reiche Kunstsammlungen machten Pécs schon immer zu einem beliebten und vielbesuchten Reiseziel. Eine Attraktion der historischen Innenstadt ist das „Besucherzentrum Cella Septichora“ am Szent-István-Platz mit in ganz Mitteleuropa einzigartigen spätrömischen, frühchristlichen Friedhofsbauten aus dem 4. Jahrhundert, mit bemalten Grabkammern und Gräbern. Der Denkmalkomplex wurde 2000 auf die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Jedes Haus der Káptalan-Straße beherbergt ein Museum: Sie finden hier das weltberühmte Zsolnay-Keramikmuseum, das Vasarely-Museum mit der europaweit vollständigsten Sammlung aus dem Lebenswerk des in Pécs geborenen Künstlers Victor Vasarely; hervorragende Werke der ungarischen Avantgarde des 20. Jhs. in der Modernen Ungarischen Galerie sowie deren Internationale Sammlung mit Werken ausländischer bildender Künstler. Das Ferenc-Martyn- und das Amerigo-Tot-Museum, Pierre Székelys „Steingarten“ und Erzsébet Schaárs Installation „Straße“ erwarten die Besucher 2010 in erneuerter Form. Die neoromanische Basilika des 1009 gegründeten Bistums Pécs präsentiert mit den Nachbarbauten eine architektonische Schönheit, die sich nur mit dem Anblick italienischer Piazzas messen lässt. Einzigartigen Wert besitzt die der romanischen Steinmetzkunst gewidmete Sammlung des Dommuseums neben der Basilika. Pécs ist auch eine Stadt der zeitgenössischen bildenden Kunst: Auf öffentlichen Plätzen und in Galerien der Innenstadt begegnen dem Besucher zahlreiche Werke ortsansässiger bildender Künstler. |